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Tausende Menschen bei den „10 Minuten an der Krippe“ in Schönstatt

Vallendar

Die „10 Minuten an der Krippe“ sind nach wie vor ein Publikumsmagnet. Was nach Weihnachten 1997 als kleines und improvisiertes Projekt begonnen hat, hat auch in diesem Jahr wieder Tausende Menschen in der Anbetungskirche auf Berg Schönstatt versammelt. Aber auch die Krippenwanderungen über Berg Schönstatt, Krippenfahrten mehrerer Busgruppen oder ein Weihnachtskonzert in der Pilgerkirche haben neben den liturgischen Feiern an Weihnachten, Neujahr oder am Dreikönigstag die Weihnachtszeit am internationalen Wallfahrtsort Schönstatt in Vallendar mitgeprägt.

Foto Brehm / Die "10 Minuten an der Krippe" sind immer neu ein Anziehungspunkt für viele Menschen, die Weihnachten auf eine besondere Art und Weise erleben möchten.

Kinder lieben die 10 Minuten an der Krippe deshalb, weil sie bei einem improvisierten Krippenspiel als Engel, Schäfchen, Hirten, Maria und Josef oder als Könige aus dem Morgenland mitmachen dürfen. Und viele Erwachsene wollen die „10 Minuten an der Krippe“ seit Jahren nicht missen, weil sie vom gemeinsamen Singen der Weihnachtslieder und von der wunderschönen Atmosphäre in der Anbetungskirche so angerührt sind. Rosemarie und Hans-Jürgen Handwerk aus Emmelshausen, die mit Enkelin Anna gekommen sind, unterstreichen, dass sie durch die „10 Minuten an der Krippe“ Weihnachten nochmals auf eine besondere Weise nacherleben können. „Wir haben vom Krippenspiel gelesen und da wollten wir unbedingt dabei sein“, erzählt Mario Glorius aus Simmern. „Und die Kinder haben sich sehr gefreut, dass sie mitmachen durften.“ Die Großeltern Renate und Günther Glorius aus Molshain bei Betzdorf sind ebenfalls ganz begeistert: „Die 60 km haben sich sehr gelohnt. Es hat uns bombig gefallen, das Mitspielen der Kinder, das Singen von Weihnachtsliedern und das ganze Ambiente.“

Dass manche Kinder ganz gezielt kommen, um eine bestimmte Rolle beim Krippenspiel übernehmen zu können, davon berichtet Schwester Doriett Möllenkamp, die mit einer Busgruppe auf Berg Schönstatt zur Krippenwanderung in den verschiedenen Häusern unterwegs war. Plötzlich hätten ein Mädchen und ihre Oma gefehlt. „Als sie später aus der Kirche in den Stall gehen, erzählen sie, dass sie schon sehr früh zur Anbetungskirche gegangen sind, weil das Mädchen heute die ‚Maria‘ sein wollte“, so Schwester Doriett. „Das Mädchen freute sich, weil es geklappt hat!“

Foto Brehm / Kinder sind beim Improvisierten Krippenspiel mit Freude und Engagement beteiligt.

 

14 Tage, 29 Veranstaltungen, 80 Helfer

Schwester M. Janika Trieb, als neue Leiterin der Schönstatt-Wallfahrt in diesem Jahr erstmals verantwortlich für die Durchführung der 10 Minuten an der Krippe, freut sich, dass auch das neue Wallfahrtsteam eine großartige Unterstüzung von rund 80 Helfern erfahren hat, um die 29 Veranstaltungen in den 14 Tagen vom 26. Dezember bis zum 8. Januar zu stemmen. „Dass so viele mithelfen und sich zum Teil sogar Urlaub dafür nehmen, ist ein riesiges Geschenk“, betont die Marienschwester. Einen besonderen Dank wolle sie auch allen Sponsoren aussprechen, die die „10 Minuten an der Krippe“ unterstützen.

Doch auch die Helfer sind dankbar für ihren Einsatz. Da ist z.B. Jonathan, der jüngste einer „Helferfamilie“. Fast jeden Tag ist er in der Kirche zu finden. Verkleidet als Hirte oder König, spricht er die Kinder an der Türe an oder zieht als Sternenträger voran. Auf seine Motivation angesprochen sagt er: „Mir gefällt am besten das Helfen. Ich kann hier helfen!“ Hannelore Brefka aus Köln bringt zum Ausdruck, wie sehr ihr die harmonische Zusammenarbeit im Helferteam gefällt. „Es wird jedes Jahr noch schöner“, meint sie. Hier in Schönstatt habe sie in einer Frauengruppe schon unheimlich viel geschenkt bekommen, sagt Erika Hoffmann aus Bendorf. „Mein Einsatz bei den 10 Minuten an der Krippe ist da für mich eine Gelegenheit etwas zurückgeben von dem was ich hier sonst bekomme.“ Maria Dandel aus Neumarkt in der Oberpfalz wirkt als Helferin bereits im 11. Jahr bei den 10 Minuten an der Krippe mit. Die gelernte Altenpflegerin ist gerne in Schönstatt und setzt sich jeweils vom ersten bis zum letzten Tag der Veranstaltung im weihnachtlich geschmückten, ehemaligen Stallgebäude ein, den Besuchern Plätzchen und Tee anzubieten. Mich motivieren die leuchtenden Kinderaugen sagt Marianne Föri aus Karlsruhe, die sich gerade zusammen mit einer Schönstätter Marienschwester auf den Ansturm der Besucher im Stallgebäude vorbereitet. Sie ist seit dem 2. Weihnachtsfeiertag in Schönstatt, um im Team mitzuarbeiten. Man bekomme von den Menschen sehr viel für diesen Einsatz zurück geschenkt.

Foto Brehm / Gemeinsam mit einer Schola der Schönstätter Marienschwestern singen die Besucher bekannte Weihnachtslieder .

 

Abschluss der Aktion am 18. Januar

Viele Besucher der „10 Minuten an der Krippe“ nutzen nicht nur die Gelegenheit, in der „Gründerkapelle“, dem Sterbeort Pater Josef Kentenichs ein „gutes Wort für das neue Jahr“ mitzunehmen sondern auch die Möglichkeit, ihre persönlichen Anliegen auf Sternenzettel zu schreiben, im Wissen, dass die Schönstätter Anbetungsschwestern, zu deren Haus die Anbetungskirche gehört, in all diesen Anliegen um Gottes Beistand und Hilfe beten werden. Diese Zettel werden übrigens am 18. Januar, als Abschluss der diesjährigen „10 Minuten an der Krippe“, am Ende der Bündnisfeuer am Urheiligtum (Beginn um 19.30 Uhr mit einer Eucharistiefeier in der Pilgerkirche, anschl. Pilgerweg zum Urheiligtum und Bündniserneuerung) verbrannt.

 

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