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Sprache öffnet Türen

Bendorf

Anerkennung für Teilnehmer der Integrationskurse
Bendorf. Sprache ist der Schlüssel zur Integration: Für Menschen, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, stellt eine fundierte Sprachkompetenz die Voraussetzung für ihre gesellschaftliche Akzeptanz und spätere politische Partizipation dar.
   Seit 2005 bietet die Wirtschaftsfachschule Köln (Wifa) in Bendorf Integrationskurse an, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Trier finanziert werden. Sozial betreut wird die Maßnahme durch Hüseyin Ocar vom Migrationsdienst der Arbeiterwohlfahrt.

  Erfolgreiche Teilnehmer der Integrationskurse waren zu Gast im Bendorfer Rathaus. 

Dabei geht es um das Erlernen der deutschen Sprache, aber auch um Kultur, Geschichte und Traditionen der neuen Heimat.
   Anfang der Woche wurden die Absolventen des letzten Kurses von Bürgermeister Michael Kessler im Bendorfer Rathaus empfangen und für ihre Leistungen ausgezeichnet.
   Nach bestandener Abschlussprüfung erhielten zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Sprachzertifikat B1 und die Urkunde für den Test „Leben in Deutschland“. Fünf Teilnehmer waren ebenfalls erfolgreich bei dem Test des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, der beispielsweise Fragen zum politischen System Deutschlands, der religiösen Vielfalt und der Gleichberechtigung von Mann und Frau enthält.
   Neben Andreas Singerhoff, Leiter der Wifa Köln, Marianne Becker vom Jobcenter MYK, Hüseyin Ocar (AWO) sowie Ferhat Cato und Anita Bonk von der Stadtverwaltung waren auch Dozentin Lidia Simon und Teilnehmer ihres aktuell laufenden Kurses mit dabei, um sich einen Eindruck zu verschaffen, was sie erwartet, wenn sie motiviert und fleißig weiterlernen.
   „Bendorf hat als Industriestadt eine lange Tradition mit Menschen aus anderen Ländern, die hier hinkommen, um zu arbeiten“, betonte Rathauschef Kessler. Die ältere Generation habe die Neuankömmlinge immer gut behandelt, so dass ein gutes Miteinander der verschiedenen Kulturen in der Stadt selbstverständlich geworden ist.
   „Ich wünsche mir, dass wir uns in der Stadtgemeinschaft weiterhin mit Respekt und Wertschätzung begegnen“, so Kessler, der auch auf die Bedeutung hinwies, die das Erlernen der deutschen Sprache für eine gelungene Integration in die gesellschaftlichen Strukturen spielt.
   Es sei wichtig, die eigene Identität zu erhalten, allerdings müssten die Neubürger dabei auch die Grundwerte unsere Verfassung respektieren, wonach beispielsweise Frauen und Männer die gleichen Rechte haben.

 

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