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Runder Tisch Jugendarbeit tagte im Jugendtreff Ettringen

Mayen

Professionelle Jugendpflege soll Jugendarbeit der Verbandsgemeinde Vordereifel bereichern
Für Caritas-Mitarbeiterin Maike Watkins und Beigeordnete Anne Krämer–Wendel, Ettringen, war es eine Ehre, den Runden Tisch Jugendarbeit in ihrem Jugendtreff in Ettringen begrüßen zu können. Mit von der Partie waren Caritas-Mitarbeiterin Eva Pestemer, Leiterin des Fachdienstes Kinder und Jugendhilfe, Benedict Hallerbach, Koordination für Jugendarbeit und Schulsozialarbeit der Kreisverwaltung, und Bürgermeister Alfred Schomisch von der Verbandsgemeinde Vordereifel.

Weitere Angebote für Jugendliche sollen nach dem Willen des „Runden Tischs Jugendarbeit“ in der Verbandsgemeinde Vordereifel geschaffen werden. (Von links) Bürgermeister Alfred Schomisch, Verbandsgemeinde Vordereifel, Beigeordnete Anne Krämer–Wendel, Ettringen, Benedict Hallerbach, Koordination für Jugendarbeit und Schulsozialarbeit, Caritas-Mitarbeiterin Eva Pestemer, Leiterin des Fachdienstes Kinder und Jugendhilfe, sowie Caritas-Mitarbeiterin Maike Watkins, Leiterin des Jugendtreffs Ettringen. Foto: E.T. Müller

Gleich zu Beginn benannte Bürgermeister Schomisch zwei notwendige Ziele, nämlich in der Jugendarbeit Strukturen zu schaffen und die Vernetzung voranzutreiben. Gemeinsam mit dem Kreis, Vereinen und Verbänden wie dem Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V., der die Jugendtreffs Kottenheim und Ettringen leitet, sollen weitere Aufgaben, so auch die Schaffung einer professionellen Jugendpflege, in Angriff genommen werden. Benedict Hallerbach benannte es als wesentliche Aufgabe eines Jugendpflegers oder einer Jugendpflegerin der Verbandsgemeinde, „neue Angebote für Jugendliche in der Verbandsgemeinde Vordereifel zu schaffen, damit die Jugendlichen in den Ortsgemeinden bleiben und merken, dass sie sich einbringen und was erreichen können.“ Wie diese Arbeit gestaltet werden sollte, sagte Anne Krämer-Wendel: „Wir müssen uns um die Jugendlichen kümmern, und zwar eigenständig, neben den Senioren und Familien. Es geht nicht darum, die Jugendlichen ‚pflegeleicht‘ zu machen, sondern dass wir wirklich was für die Jugendlichen tun.“
Wie eine verbandsgemeindliche Jugendpflege organisatorisch und konzeptionell umgesetzt werden soll, darüber tauschen sich Alfred Schomisch und Benedict Hallerbach weiterhin aus. Hilfreich können hierbei bereits gesammelte Erfahrungen aus dem Landesprojekt „JES! Eigenständige Jugendpolitik“ mit PEP –Praxisentwicklungsprojekt zur Profilierung von Jugendarbeit – sein, die in der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel bereits gemacht wurden.
Nach den Worten von Bürgermeister Alfred Schomisch sollen in der Verbandsgemeinde Vordereifel, die 27 Ortsgemeinden umfasst, sechs Sozialräume entstehen, die sich aus jeweils mehrere Ortschaften zusammensetzen. So können gemeinsame Ressourcen genutzt werden und ortsübergreifende Projekte entstehen. Ebenso gelte es, die meist ehrenamtlich geführte Jugendarbeit durch eine professionellen Jugendpflegerin oder einen Jugendpfleger in der Verbandsgemeinde zu entlasten, indem diese Kraft die Jugendarbeit professionell begleitet und ergänzende Angebote ins Leben ruft. Weitere Aufgaben für eine VG Jugendpflege, so Benedict Hallerbach, könnten eine Jugendberatung sowie das Organisieren von Veranstaltungen sein, wobei er beispielhaft im Bereich „Jugendschutz“ das Thema Sucht nannte, um Jugendliche und Eltern zu informieren, aufzuklären und zu beraten. Außerdem sollen in den Ferien entsprechende Ferienprogramme für Jugendliche entstehen.
Insbesondere jene Jugendliche sollen angesprochen werden, die von Fußball- und Musikvereinen, Tanzgruppen und anderen Angeboten vor Ort nicht erreicht werden. „Eine Vernetzung auch unter den Vereinen zu schaffen“, ist dabei nach den Worten von Eva Pestemer dringend notwendig. Die Jugendtreffs sind eine wichtige Anlaufstelle, betonte Maike Watkins als Leiterin des Jugendtreffs Ettringen: „Der Jugendtreff ist ein Ort außerschulischer Bildung: der Persönlichkeitsbildung und Lebensbewältigung. Zu uns kommen Jugendliche, die nicht die Jugendarbeit der Vereine nutzen. Da immer die gleichen Jugendlichen kommen, findet viel Beziehungsarbeit statt. Hier können die Jugendlichen ihre Ideen umsetzen.“ Dass sich all diese Investitionen lohnen werden, verdeutlichte Anne Krämer-Wendel mit Blick auf ihre frühere Arbeit im Jugendtreff Ettringen: „Wir haben schon viele Jugendliche begleitet, die dadurch auf einen guten Weg gekommen sind.“

 

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