Andernach

Auch Oberbürgermeister Achim Hütten nahm an der einstündigen Mahnwache der Neuwieder Amnesty-Gruppe in Andernach vor dem historischen Rathaus teil. Amnesty International setzte am Samstag Mittag ein Zeichen der Solidarität mit den Helfern in Griechenland und weltweit und stellte sich demonstrativ an die Seite der mutigen Menschen, die sich an den Grenzen Europas für die Rechte von Schutzsuchenden einsetzen. Gruppenmitglied Manfred Kirsch beklagte die fehlgeleitete europäische Flüchtlingspolitik: „Anstatt Menschen in Not zu helfen, schottet sich Europa immer mehr ab. Kinder, Frauen und Männer stranden an den Grenzen Europas oder ertrinken auf dem Weg dorthin. 

 

Wer sich für die Rechte von Flüchtlingen und Migranten einsetzt, gerät schnell ins Fadenkreuz von Ermittlern“. Menschenrechtsaktivist Haralampos Tsanakidis wies darauf hin, dass Ärzte, Sanitäter, Pflegekräfte und Feuerwehrleute Anerkennung und Wertschätzung erfahren, wenn sie Menschenleben retten. Somit dürfe die Rettung von Flüchtlingen kein Verbrechen sein. Wer sich für die Einhaltung der Menschenrechte in den Flüchtlingslagern einsetze, dürfe nicht bestraft werden. Amnesty-Mitglied Inge Rockenfeller forderte von Deutschland eine großzügige Aufnahmezusage für die Flüchtlinge von Moria und aus anderen Lagern. Die Zustände in den Lagern seien menschenunwürdig und diese müssten so schnell wie möglich aufgelöst werden. Gruppensprecherin Susanne Kudies wies auf die Petition von Amnesty „Leben retten ist kein Verbrechen!“ an die Bundeskanzlerin hin, die unter folgendem Link online unterzeichnet werden kann:

https://www.amnesty.de/mitmachen/petition/leben-retten-ist-kein-verbrechen