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„Jugendgruppe Palisander“ für Jugendliche

Mayen

 sucht- und/oder psychisch belasteter Eltern in Mayen vorgestellt

Lulo Rheinhardt, Schirmherr der Caritas-Stiftung, gestaltete das Rahmenprogramm

 

Seit 2016 gibt es beim Caritasverband in Mayen die erfolgreiche Kindergruppe „Lapislazuli“, ein Angebot für sechs bis zwölfjährige Kinder, deren Eltern sucht- und/oder psychisch belastet sind. Um auch Jugendliche mit ähnlichen Problemen im Alter von 13 bis 16 Jahren zu erreichen, wurde mit einem kleinen Festakt im Caritas-Mehrgenerationenhauses St. Matthias in Mayen die Jugendgruppe „Palisander“ ins Leben gerufen. Caritas-Mitarbeiter Bernhard Gödert begrüßt auch im Namen von Caritas-Geschäftsführer Werner Steffens die Gäste im vollbesetzten Konferenzraum. „Wir möchten diesen Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben“, sagte Caritas-Mitarbeiterin Natalie Pauls.  Dass der Auftakt der neuen Gruppe innerhalb der bundesweiten „Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien“ stattfindet, ist kein Zufall.

 

 Mit einer fachlich spannenden und unterhaltsamen Auftaktveranstaltung der Jugendgruppe „Palisander“ haben (von links) Maike Hiester, Tobias Wolff, Lulo Reinhardt, David Morgenstern, Natalie Pauls, Bernhard Gödert, Nina Ivanschin und Gabriele Meurer die Gäste überrascht.  Foto: E.T. Müller

Das Aufbauprojekt „Palisander“ gibt Jugendlichen einen zuverlässigen und festen Raum für ihre Bedürfnisse und ihre Themen. Die betroffenen Kinder leiden vielfach und oft still. Bereits im frühen Alter tragen viele von ihnen überfordernde Verantwortung für sich und ihre Familien. Eine Aufgabe, die ein Leben lang zu Unsicherheit und Versagensängsten führen kann. Die Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle für Abhängige der Caritas (PSBB) und das Dekanat Mayen – Mendig bilden im Tandem das Team der Jugendgruppe, vertreten durch die Caritas-Mitarbeiterinnen Maike Hiester und Natalie Pauls vom PSBB sowie durch die Pastoralreferenten David Morgenstern und Tobias Wolff vom Dekanat Mayen – Mendig. Etwa ein Drittel der erwachsenen Menschen, die zur Psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstelle kommen, haben in ihrer Biografie eine psychische Belastung und/oder Suchterkrankung in der Herkunftsfamilie zu verarbeiten, betonte Natalie Pauls und ergänzte: „Solche präventiven Angebote wie die Kinder- und die Jugendgruppe helfen, dass die Kinder  nicht in die Fußstapfen ihrer Eltern gelangen. Statistisch gesehen wird ein Drittel der Kinder später selbst suchtkrank, ein weiteres Drittel leidet als Erwachsener ebenfalls unter einer psychischen Erkrankung und nur ein Drittel weist keine gesundheitlichen Schäden auf.“ Es gibt in Deutschland 2,65 Millionen Kinder von Eltern mit stoffgebundenen Süchten. Bei 3 Millionen Kindern sind die Eltern psychisch krank. Für Maike Hiester alarmierende Zahlen. Und sie beschreibt unvorhersehbare Stimmungsschwankungen der Eltern und mit der Krankheit verbundenen Bindungsproblematiken. „Ein sucht- oder psychisch krankes Elternteil verhält sich wie ein Kind, und das Kind übernimmt Erwachsenenaufgaben. Oft verstehen diese Kinder und Jugendlichen nicht, was mit Vater oder Mutter los ist. Und sie haben keinen, mit dem sie darüber sprechen könnten, ein Zustand, der Isolation, Scham und Schuldgefühle nach sich ziehen kann“, so Maike Hiester. Mit „Lapislazuli“ und „Palisander“ möchten die Gruppenleiter den Betroffenen im geschützten Raum die Scham nehmen und ihnen sagen: „Ihr seid es nicht schuld.“ Gleichzeitig ist die Elternarbeit ein wichtiges Standbein der Unterstützung. Für David Morgenstern und Tobias Wolff,  als kirchliche Mitarbeiter ist es ein diakonischer Dienst, durch den sie, wie David Morgenstern es ausdrückt, „das Evangelium in Wort und Tat erfüllen wollen.“

Da Kinder- und Jugendgruppe keine gesicherte Finanzierung haben, sind diese auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Erst die gewonnene Ausschreibung der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland- Pfalz und des Fonds der Arzneimittelfirmen Hessen / Rheinland-Pfalz / Saarland e.V. ermöglichte die Gründung der Jugendgruppe, für alle ein Glückstreffer.

Der Weltmusiker Lulo Reinhardt gestaltete die Feier musikalisch. Dabei führte der Schirmherr der Caritas-Stiftung Rhein-Mosel-Ahr e.V. auf verschiedenen Instrumenten durch viele Klangwelten und begab sich auf eine musikalische Reise, die u.a. nach Indien und Marokko führte. Ein unvergessliches Erlebnis!

 

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